Folge 2.02

Ausflug

202 

Jeder Tag ein neuer Anfang, eine neue Anforderung, ein ewiges Versteckspiel, das nicht gewonnen werden kann, Mit diesem Los konnte Lucy nur verlieren, und nun kann sie nirgendwohin fliehen, da es scheint, als würden alle sie beobachten und ihr die Frage stellen, was sie eigentlich hier will. Doch darauf kann sich die Mutantin nicht einmal selbst eine Antwort geben und läuft Tag für Tag wie eine Aussätzige durch die Schule.

Max macht dieses Verhalten Angst und so versucht er immer wieder aufs Neue von Lucy irgendetwas zu erfahren und sie auf diese Weise auch in die Gruppe zu integrieren. Doch seine frühere beste Freundin geht ihm aus dem Weg und redet nur noch mit dem Professor, weshalb Max diesen nun aufsucht und mit diesem über Lucy und ihr Verhalten reden will. Aus diesem Grund klopft er an die Bürotüre des Professors und wartet auf ein freundliches „Herein, bitte“, doch es bleibt still, weshalb Max es noch einmal versucht. Dann hört er seinen Namen, doch es ist nicht Charles Xavier, der ihn ruft, sondern Rogue und ihr Freund Bobby, die auf ihn zukommen und sich wundern, was ihr Freund von dem Schulleiter will: „Hey, Max, ist alles in Ordnung?“

„Oh, Rogue, Bobby, hab euch gar nicht kommen hören… ich… na ja… es ist wegen Lucy, der Professor ist nun einmal der Einzige, der zu ihr durchdringt.“, Max entgehen nicht die Blicke seiner Freunde, die einfach nicht verstehen können, dass seine Gedanken nur bei Lucy sind, die in ihrem Zimmer sitzt und abwesend aus dem Fenster blickt, hinunter auf den Grabstein im Garten. Voller Trauer kommen ihr die Tränen in die Augen, wenn sie an die Tage mit ihrem Vater zurückdenkt. Alle Tage steht dieser Grabstein dort, und symbolisiert alles, was Lucy und der Professor verloren, ihre Mutter, die bei der Geburt ihrer einzigen Tochter verstorben ist…

 

Bobby und Rogue begleiten Max in die Küche und versuchen noch einmal mit ihm zu reden, wobei Bobby dieses Mal das Wort ergreift: „Also, ich kenne diese Lucy kaum, aber wenn du dir solche Sorgen um sie machst, dann muss da was dran sein… Nur glaubst du wirklich daran, dass ein Gespräch mit Professor Xavier irgendwas an ihrem Verhalten ändern wird?“

„Der Professor kennt jeden und er wird sie schon irgendwie zurecht weisen, ich kann einfach nicht glauben, dass sie dann immer noch so stur ist.“, Max und Bobby sehen Rogue mit gemischten Gefühlen an, denn immerhin war es nicht sehr nett, was sie gesagt hat, doch in ihrer Stimme lag zumindest Hoffnung und daran knüpfen sie nun alle an und beschließen gemeinsam mit dem Professor zu reden. Doch dieser spricht gerade noch einmal mit Storm, Jean und Scott den morgigen Schulausflug ins Museum durch und fragt sich dabei immer wieder, ob er seine Tochter dazu überreden kann, mitzugehen oder ob er sie gefahrlos alleine zurücklassen kann. Allerdings würde sie sich damit noch weiter von den anderen Jugendlichen entfernen und das hätte ihr gar nicht gut, auch wenn sie davon nichts hören will, sondern lieber selbst die Entscheidungen für ihr Leben treffen will. Nur wohin haben sie diese geführt? In eine Welt, die Mutanten als ihre Feinde ansehen und in der sich Xaviers Tochter verstecken muss, so wie sie es jetzt auch tut, anstatt in dieser Schule frei leben zu können; so wie es sich immer für sie gewünscht hat. Nur für sie hat er dieses Gebäude einmal gebaut, damit sie nicht so einsam aufwachsen muss wie ihre Eltern, doch all dies liegt viele Jahre zurück und die Erinnerungen an die Vergangenheit schmerzen ihn noch heute…

Jean bemerkt, dass der Professor nicht ganz bei ihnen ist und versucht über Gedanken mit ihm zu kommunizieren, doch sein Geist ist verschlossen, da er nur an Lucy denkt und versucht zu erkennen, worüber sie gerade nachdenkt. Denn sie ist mittlerweile von ihrem Bett aufgestanden und hat sich die Tränen aus dem Gesicht gewischt. Langsam geht sie auf die Tür zu, damit sie unten in der Küche etwas trinken kann. Doch als sie auf dem Weg auf Max, Rogue und Bobby trifft, will sie noch einmal umkehren; was Max allerdings verhindert, indem er zur Treppe rennt und Lucys Arm festhält. Fast wie in Zeitlupe dreht sich die Blondine erschöpft zu ihm um und versucht nicht einmal sich aus seinem Griff zu befreien, sondern schaut Max einfach nur tief in die Augen…

 

Unter seinen treuesten Anhängern entspannt sich Charles langsam wieder und verpflichtet sich dazu, dem morgigen Ausflug beizuwohnen, was Jean erleichtert, da es ihr selbst in der letzten Zeit nicht besonders gut geht und sie auf diese Weise die Aufgaben auf mehr Personen verteilen können, was auch Scott entlastet, der sich bereits große Sorgen um seine Freundin macht, die kaum noch eine Nacht ohne Alpträume verbringt und durch diese Gegenstände durch das Zimmer fliegen lässt, ohne es selbst zu bemerken oder es zu wollen. Eigentlich wollte er auch noch mit dem Professor darüber reden, doch der passende Zeitpunkt ist noch nicht gekommen…

2022

Am nächsten Tag erklärt Storm den jüngeren Schülern, die Geschichte der Neandertaler und deren Untergang, während Lucy bei Max, Rogue, Bobby und John in einem kleinen Cafeteria-Bereich sitzt und John nicht aus den Augen lässt, da er unentwegt mit einem Feuerzeug spielt. Auch Bobby gefällt das Verhalten seines Kumpels nicht, der anscheinend versucht ihn zu ärgern und Rogue zu imponieren, die sich aber nichts aus ihm macht und sich lieber Lucy zuwendet: „Sag mal, jetzt bist du schon so lange bei uns… aber was genau du kannst, dass weiß noch immer keiner. Hast du Angst vor uns oder was soll diese abweisende Haltung.“

Rogue ignoriert die vorwurfsvollen Blicke von Bobby und Max und wendet ihre Augen nicht von Lucy ab, die ihren Kopf sinken lässt und tief durchatmet: „Es gibt nichts, was ich sagen könnte, dass deine Fragen beantworten könnte… ich weiß, dass du mich verurteilst und alle von mir fern halten willst, weil du mir nicht vertraust, aber das ist mir egal…“

Rogue und die anderen sind fassungslos über Lucys Worte und jeder von ihnen rechnet damit, dass sie im nächsten Moment aufstehen wird, doch die Blondine bleibt auf dem Stuhl neben Max sitzen und blickt nicht einmal in die Runde, sondern abwesend auf den Boden zu ihren Füßen. Erst als zwei Jungs auf die Gruppe zukommen, blickt sie wieder auf und warnt Max, dass dies kein gutes Ende nehmen wird. Erst versteht er sie nicht, doch als die zwei Halbstarken anfangen zu lachen und Lucy beleidigen, steht Max zu ihrem Schutz auf, gefolgt von Bobby, der nicht will, dass man auch noch über Rogue herzieht. John amüsiert sich über seine Freunde und will die „Show“ genießen, doch dadurch gerät er selbst ins Schussfeld und muss sein Feuerzeug einbüßen, dass einer der Jungs ihm aus der Hand nimmt. Wütend springt John von einem Suhl auf und lässt das Feuer seines Spielzeuges auf den Arm des Diebs überspringen. Schreiend fällt der Angegriffene zu Boden, während Bobby versucht das Feuer mit Eis zu löschen, als um sie herum plötzlich die Zeit stehen bleibt. Rogue glaubt, dass ihr Freund die Zeit eingefroren hat, bis der Professor mit seinem Rollstuhl durch die stillstehenden Menschen zu ihnen fährt, um John zur Rede zu stellen; eine Stimme in seinem Kopf lenkt seine Aufmerksamkeit jedoch auf den Fernseher und einen Bericht über den Angriff auf den Präsidenten.

Ja, wieder so ein Beitrag gegen die Mutanten und ihre Bitte um Frieden, und leider auch das Ende dieses Tages, da der Professor seine Schüler nicht einer Raubkatze zum Fraß vorwerfen will und sie deswegen zusammen ruft, um in die Schule zurückzukehren. Wo Charles Xavier mit Storm, Jean und Scott überlegt, wer hinter dem Attentat stecken könnte…

 

Zur gleichen Zeit empfängt der Präsident in seinem Büro Cornell William Stryker, mit dem er über die Gefahr reden will, die von den Mutanten ausgeht. Zu ihrem Gespräch haben sie auch Senator Kelly rufen lassen, der noch vor einiger Zeit ein Verfechter des Registrierungsgesetzes war. Nun allerdings versucht er junge Mutanten zu schützen, anders als Stryker, der diesen Wesen den Krieg erklärt hat und versucht jeden einzelnen zu finden. Aus diesem Grund hat er eine militärische Organisation gegründet und durch seinen Posten im Stab des Präsidenten einige Streifenflüge unternehmen lassen, wodurch er auf die Schule von Professor Xavier aufmerksam geworden ist. Der Präsident und Senator Kelly können ihm erst nicht folgen, doch dann zeigt er den Beiden Politikern Infrarotaufnahmen des Gebäudes und dessen Geländes, worauf zu erkennen ist, dass ein Flugzeug existiert, welches unter dem Basketballfeld versteckt wird. Der Senator und der Präsident sind auf einmal sprachlos, weshalb William Stryker alle Rechte zugesprochen werden, um einem möglichen Auftat, der in der Schule geplant werden könnte, entgegen zu wirken. Denn der erste Mann im Land will unter keinen Umständen einen Krieg, in dem die Mutanten durch ihre Fähigkeiten im Vorteil wären; denn in einem solchen Kampf würde Amerika nur verlieren.

Der Cornell verlässt das Büro des Präsidenten also mit einem Geheimauftrag und wird von seiner Assistentin Yuriko und Senator Kelly durch die Gänge begleitet, Letzterer versucht zu erfahren, wer William Stryker auf die Schule für Hochbegabte hingewiesen hat.

„Ich habe mit einem der Mutanten gesprochen, die den Anschlag auf den Präsidenten vor einigen Monaten durchgeführt haben… Lehnsherr, heißt er glaube ich, doch er nennt sich selber lieber Magneto. Wir haben sein Kunststoffgefängnis entwickelt und es scheint, als würde er sich schon richtig wohl fühlen.“, Stryker verabschiedet sich von dem Senator, der Magneto nur zu gerne wieder sehen würde und vor lauter Vorfreude färben sich seine Augen gelb…

 

2 Kommentare

  1. lil´lil´sis sagte,

    März 19, 2008 um 1:56 Uhr nachmittags

    SPANNEND!
    Ich warte auf die nächste Folge, ich will unbedingt mehr wissen!!!
    Übrigens wieder sehr gut gelungen ;)

  2. lil`sis sagte,

    März 19, 2008 um 9:28 Uhr nachmittags

    naaa :P
    jaja muss ich recht geben… gut gelungen ;)
    haha! und ich hate recht,.. der professor ist der vater… ^^*stolz*
    hehe…
    bis dann tüdellü :P
    :-*

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