Folge 3.03

Folge 3 (26)

        Sie liebt mich…

        She loves me…

 

 

Eric und Lucy waren gemeinsam ins Haus gegangen. Sie hatten sich lange über die alten Zeiten unterhalten, aber nun war es Zeit für einen neuen Lebensabschnitt. Als sie die Hintertür der Schule öffneten, wollten Bobby und Max gerade auf ihre Zimmer gehen. Doch dann sahen sie Lucy und Max rannte sofort auf sie zu. Er musste sie einfach in die Arme schließen und sie festhalten, damit sie nie wieder weglaufen konnte.

 

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Logan schwieg Rogue immer noch an, als Storm auf einmal in sein Zimmer gelaufen kam: „Tut mir Leid, wenn ich störe aber… Logan, ich muss unbedingt mit dir sprechen. Es geht um Lucy…“

„Was ist mit ihr? Hast du etwas von ihr gehört? Weißt du, wo sie ist, Storm?“, Logan ging auf Storm zu und in seinem Gesicht konnte sie alle seine Sorgen um Lucy ablesen. Auch von Rogue blieb dieser Ausdruck nicht unbemerkt. Sie sah jedoch wieder zu Storm, als diese versuchte alles zu erklären: „Ich will nur eines über sie wissen… ist Lucy… ist Lucy die Tochter von Professor Xavier? Ich meine, kann das überhaupt möglich sein?“

Logan drehte sich wieder zum Fenster. Storm hatte nichts in der Hand und das enttäuschte ihn. Er hatte gedacht, dass sie ihm wirklich etwas Neues sagen könnte, doch seine Wünsche hatten ihm einen Streich gespielt… trotzdem musste er Storm eine Antwort geben, auch wenn sie diese verwirren würde: „Ja… Lucy Xavier ist die Tochter unseres Professors gewesen… er hat diese Schule gebaut, um ihr ein sicheres Zuhause zu geben und mit Cerebro wollte er immer eine Möglichkeit haben, immer zu wissen, wo seine Tochter gerade ist… aber das ist jetzt nicht mehr wichtig…“

„Doch, das ist wichtig. Ich habe der Kleinen nämlich Unrecht getan. Ich wollte nicht glauben, dass sie die Wahrheit sagte…“, Storm erkannte jetzt, dass es ein Fehler war, Lucy für eine Lügnerin zu halten. Aber sie konnte es vielleicht wieder gut machen…

„Storm, wann hast du eigentlich mit Lucy gesprochen? Sie ist doch schon so lange weg und du fragst erst jetzt nach ihr…“,Rogue sah ihre neue Schulleiterin an und auch Logan drehte sich wieder zu den Beiden um. Er konnte es nicht glauben, als Storm dann sagte, dass Lucy hier gewesen war… und vielleicht war sie es noch immer…

 

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Kurt saß in der Bibliothek und spielte mit einem kleinen Jungen Schach. Der Junge war nur um einiges besser als er und so versuchte Kurt ihn auszutricksen…

Mystique schlug ihn dafür jedoch mit einem Buch gegen den Hinterkopf. Sie war zwar selber nicht fair, aber diesen Kurt konnte sie nun einmal nicht leiden. Vielleicht lag das an seiner blauen Haut, die doch ihr Markenzeichen war… vielleicht lag es aber auch daran, dass er immerzu verschwand ohne seinen Gegenüber einmal zu warnen. Ihr ging das so auf die Nerven, dass sie sogar schon die Nähe zu den anderen jämmerlichen Mutanten suchte, obwohl sie doch nur bei Magneto sein wollte. Doch dieser wollte seine Ruhe haben und immer nur nachdenken… nur über was dachte er nach?…

 

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John hatte die Statue nicht anzünden können, aber alles herum brannte und drei Menschen starben in seinem Feuer… ihm war das jedoch egal. Die Wut in ihm stieg nur noch an mit jedem Schritt den er unter der Herrschaft der Menschen tat. Aber er hatte sich selbst versprochen, dass er dies beenden würde und bestimmt würden noch mehr diesen Weg gehen wollen…

 

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Logan lief sofort nach unten und achtete auf nichts und niemanden. Er wollte nur zu Lucy und niemand sollte ihn aufhalten. Doch als er dann an der Treppe stand konnte er sie sehen und zwar mit Max…

Die Beiden standen sich gegenüber und Max wollte unbedingt wissen, wo Lucy gewesen war. Er hatte sie so vermisst und sie wusste es… aber jetzt war sie wieder da. Hier bei ihm und er würde sie nicht mehr loslassen, nicht mehr gehen lassen… nicht an Logan verlieren…

„Schön dich wieder zu sehen… ich hab dich wirklich vermisst…“, Lucys Worte kamen von Herzen und trafen Max genau dort. Er wollte sie wieder in die Arme schließen, doch sie drehte sich um und sah die Treppe hinauf zu Logan: „… und dich habe ich auch vermisst… eigentlich habe ich euch ja alle vermisst und ich bin irgendwie froh wieder bei euch zu sein.“

Lucy sah in die Runde, während Logan die Treppe hinunter kam. Er wollte seine Kleine auch in die Arme nehmen. Doch Lucy hatte wohl etwas anderes vor…

 

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Bobby und Rogue sahen zu wie Lucy mit ihren beiden Jungs verschwand. Sie blieben allerdings zurück und gingen in die Küche, um ein paar Minuten für sich zu haben und sich unterhalten zu können: „Was glaubst du, für wen sie sich entscheiden wird?“

„Für den, die sie mehr liebt…“, Rogue drehte sich zu ihrem Freund um und konnte nicht glauben, was er gerade gesagt hatte. Wollte er Logan wirklich eine Chance geben?…

 

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Lucy führte ihre Jungs in den ersten Stock in ihr eigenes Zimmer… es war größer als das der anderen Schüler und bot ihr Platz, um sich zu entfalten… doch dazu hätte sie ja hier sein müssen und nicht irgendwo in der Weltgeschichte. Aber jetzt war sie hier und zwar mit Max und Logan, die sie beide erstaunt ansahen. Sie wussten nicht, was Lucy jetzt zu ihnen sagen würde. Hatte sie sich vielleicht zwischen ihnen entschieden?

„Ich weiß woran ihr denkt und doch muss ich euch enttäuschen… ihr seid mir beide so wichtig, dass ich keinen von euch verlieren will. Aber genau davor habe ich so viel Angst…“, Lucy stand ihren Beiden gegenüber und keiner schien ihre Worte gerne zu hören. Sie hatten mehr erwartet als nur ihre Angst… und doch war ganz typisch für Lucy. So hatten sie ihr Mädchen kennen und lieben gelernt und warum sollte sie sich jetzt ändern?

„Lucy… du solltest etwas sehen. Ich habe ihn noch nicht beerdigen lassen… nicht ohne dich…“, Logan reichte Lucy seine Hand entgehen und sie wusste schon, wohin er sie bringen wollte… sie würde ihren Vater wieder sehen, wenigstens für ein letztes Mal…

 

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Bobby und Rogue unterhielten sich darüber, ob Lucy dieses Mal bleiben würde. Sie hatte schließlich schon mehrmals versucht abzuhauen und nun? Würde es nun alles anders werden?

„Rogue, ich weiß, dass du dich in letzter Zeit sehr mit Lucy auseinandersetzt, aber… ich habe Angst, dass wir uns dabei vergessen. – Ich will dich nicht verlieren. Ich liebe dich doch… und egal, für wen Lucy sich entscheiden wird… ob sie bleibt oder nicht… unsere Liebe soll bleiben und zwar für immer.“, Bobby streichelte über Rogues Handschuh, als seine Freundin sich auf einmal umdrehte und ihn küsste…

 

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Logan ließ Lucys Hand nicht los. Er wollte sie zu seinem Vater bringen und versuchte so wenig wie möglich an sie zu denken. Er wollte einen klaren Kopf haben, aber sie drückte seine Hand sanft und signalisierte ihm damit, dass es schon okay war. – Gleichzeitig merkte Lucy wie Max ihre andere Hand nahm und so waren sie beide wieder für sie da. Sie würden sie nicht einfach los lassen, dass wusste sie… und sie wollte es auch nicht, denn sie stärkten die Mutantin und gaben ihr die Kraft ihren Vater überhaupt noch einmal zu sehen. Sie folgte Logan also zu Cerebro und dann musste sie es öffnen. Logan und Max waren jedoch bei ihr und wischen nicht von ihrer Seite. Selbst dann nicht, als sich die Eisenvorrichtung öffnete und den offenen Sarg von Charles Xavier freigab…

Lucy ließ die Hände ihrer beiden Freunde los und ging langsam auf den Sarg zu. Ihr Vater sah aus, als würde er schlafen und das alles nur wegen Logan… er hatte Professor Xavier hierher gebracht und seine Wunden versorgt, auch wenn er wusste, dass es den Mann nicht retten würde. Er hatte es nur getan, damit Lucy nicht so sehr leiden musste, wenn sie ihren Vater noch einmal sehen würde… nun umarmte sie ihn dafür und schaute dann wieder zu ihrem Vater hinunter: „Du wirst bei ihnen sein… ich werde euch irgendwann nachfolgen… ich liebe dich, Dad… du kannst jetzt stolz auf mich sein…“

Logan legte seinen Arm um Lucys Schultern, während Max ihre Hände hielt. Keiner von Beiden wollte sie jetzt alleine lassen und sie ließen den jeweils anderen sogar das tun, was er tun wollte. Ihr Streit war in diesem einen Moment vergessen, denn es ging nicht um sie – sondern nur um Lucy…

 

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Rogue hörte einen Schrei und sah sich um. Lady Deathstrike stand in der Tür und alarmierte Storm und Scott… Rogue bemerkte erst jetzt, was sie getan hatte. Der Kuss hatte Bobby seine Energie gekostet und nun lag er zitternd auf dem Boden. Sie wollte noch zu ihm. Wollte noch sagen, dass es ihr Leid tat, aber Scott riss sie weg und warf sie aus der Küche: „Bleib jetzt bloß weg von ihm oder willst du ihn noch umbringen?“

„Aber… ich wollte… nein… Bobby… ich…“, Rogue wusste nicht, was sie sagen sollte. Sie hatte doch nie vor Bobby zu verletzen. Sie liebte ihn doch und wollte, dass es ihm gut ging. Was sollte sie denn jetzt machen? – Wie konnte sie ihn auch nur küssen? Was hatte sie sich nur dabei gedacht?… er musste gesund werden, das war alles, was sie wollte. Sie würde sich auch von ihm fern halten. Nur um ihn zu retten.

 

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Lucy wollte, dass man den Sarg nach oben brachte, damit ihr Vater endlich beerdigt werden konnte. Sie schob also mit den beiden Männern den Sarg durch die Gänge in den Aufzug, der sie ein Stockwerk höher bringen würde. Sie würden den Sarg dann in den Garten bringen und ihn in dem Beisein aller beisetzen würden. Doch dafür würden sie erst ein Loch ausheben müssen… Logan wollte dies übernehmen, während Max und Lucy alle zusammen rufen wollten. Zumindest war das Max´ Idee, doch seine Freundin folgte ihm nicht…

Lucy blieb zurück und kniete sich vor den Sarg ihres Vaters. Sie wollte in seinen letzten Stunden bei ihm bleiben und Logan war dankbar dafür. Denn nun war sie auch bei ihm, wenn auch nicht mit ihren Gedanken…

„Er hat dich wirklich gebeten, auf mich auszupassen?“, Lucy blickte zu Logan hinüber, der kurz nickte und dann weiter schaufelte. Er hatte schon lange nicht mehr daran gedacht, aber es war die Wahrheit. Der Professor hatte ihn gebeten immer auf seine kleine Tochter aufzupassen und nun war sie so allein, wie sie nie hätte werden sollen: „Er wollte nicht, dass du einmal alleine bist oder dass dir jemals etwas passiert… und mir geht es genauso, denn…“

Logan dachte sich die letzten Worte und Lucy war ihm dankbar dafür…

 

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Nach der Besetzung ihres Vaters legte Lucy ihre Hand auf das Grab und ging danach in den Aufenthaltsraum, wo sie Rogue fand: „Geht es dir gut?“

Rogue konnte Lucy keine Antwort geben, da sie nur an Bobby denken konnte. Lucy setzte sich ihrer Freundin jedoch gegenüber und nahm Rogues Hände: „Es wird ihm bestimmt bald besser gehen. – Du hast ihn bestimmt nicht getötet… du liebst ihn doch…“

„Natürlich liebe ich ihn… aber… Lucy? Was sind das für Fähigkeiten, die uns zu Mördern machen?… ich will das nicht mehr…“, Lucy und Rogue hielten einander fest und Lucy fühlte sich wie bei Rachel… verstanden und einer guten Freundin nahe: „Wir sind nie allein… irgendwo da draußen gibt es jemanden, der so ist wie wir, denn deine Gabe ist einmalig und vielleicht kann der andere mit seiner Gabe umgehen und uns helfen… das würde ich mir zumindest wünschen… und das ich jemanden finde, dem ich nicht wehtun kann…“

„Lucy, ich glaube nicht, dass du jemandem absichtlich wehtust… jedenfalls glaube ich das jetzt nicht mehr… aber du solltest dich zumindest zwischen Max und Logan entscheiden, sonst tust du ihnen beiden weh… sie lieben dich nämlich.“, Rogue sah Lucy an, die nickte und Rogue dann vorsichtig umarmte…

Sie würde sich entscheiden und eigentlich wusste sie auch schon für wen. Nur wie konnte sie es ihm sagen und dem anderen erklären, dass er nicht der Richtige war?…

 

Fortsetzung folgt…

 

 

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