Folge 3.04

Folge 4 (27)

        … sie liebt mich nicht

        … she loves me not

 

 

Lucy war in ihr Zimmer gegangen und hatte sich etwas hinlegen wollen. Doch dann klopfe es an ihrer Türe. Sie öffnete diese und sah dann erstaunt, dass Rogue davor stand: „Kann ich dich noch etwas fragen?“

„Natürlich… komm rein, Rogue.“, Lucy schloss die Tür hinter ihrer neuen Freundin und sah diese dann verwundert an. Rogue wollte sich nicht setzen, sondern hatte nur eine einzige Frage: „Gibt es da draußen wirklich jemanden, der genauso ist wie wir?“

„Ja… mein Vater hat immer davon gesprochen… tausende Mutanten und doch gibt es immer zwei mit den gleichen Fähigkeiten, auch wenn du nicht sicher sein kannst, dass sie sie auch gleich einsetzen…“, Lucy ahnte bereits, dass Rogue sich an einem Strohhalm der Hoffnung festhielt, denn sie hatte nie glauben können, dass es noch andere wie sie gab. Natürlich hatte sie die Ähnlichkeiten zwischen ihr und Lucy bemerkt, aber waren sie deshalb gleich…

„Nein, Rogue… wir haben nicht die gleichen Fähigkeiten. Wir sind beide verschieden… aber wir haben den gleichen Wunsch. – Wir wollen beide herausfinden, was unsere Fähigkeiten sind und wie wir damit umgehen können… ohne andere zu verletzen…“, Lucy musste sich setzen, denn so offen hatte sie mit Rogue noch nie gesprochen. Zwischen ihnen schien sich eine echte Freundschaft zu entwickeln, was sie am Anfang nie geglaubt hätten… doch jetzt gefiel es ihnen beiden. Denn Rogue setzte sich zu Lucy und berührte ihre Hände… Handschuh mit Handschuh…

 

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Eric ging in Charles´ altes Zimmer und sah sich um… hier hatte sich wirklich nichts verändert seit er das letzte Mal hier gewesen war. Überall standen Bilder von Charles´ Frau und ihren gemeinsamen Kindern Happy und Truth. Die Beiden waren auch Erics Lieblinge gewesen und er hatte sie immer auch als seine Kinder angesehen. Nun war das sogar der Fall, denn außer ihm hatte seine kleine Truth doch niemanden mehr. Eric musste also für Lucy da sein und das nicht hier, denn hier waren sie nie zu Hause gewesen…

„Wie lange bleiben wir noch?“, Mystique schlich sich an Magneto heran, der sich zu ihr umdrehte und ihr eine frohe Botschaft übermittelte: „Es kann nicht mehr lange dauern…“

 

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Storm hatte Max gesagt, was passiert war und nun saß er am Krankenbett seines besten Freundes. Bobby sah wirklich mies aus und anscheinend fühlte er sich auch so. Denn sprechen konnte der Mutant immer noch nicht und auch seine Werte auf den Messgeräten zeigten nichts Gutes… er würde es überleben, dass hatte Scott versprochen… aber er würde noch eine ganze Weile schwach sein. Deshalb wollte Max ihn nun auch nicht alleine lassen, sondern seine Hand halten: „Hey, du wirst wieder gesund Bobby… du musst an dich glauben, so wie wir alle… keine von uns will dich verlieren, Kumpel.“

 

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Logan stand erneut am Grab von Charles Xavier. Nach der Beerdigung trieb es ihn öfter hierher und Kurt gesellte sich nun zu ihm: „Du scheinst wirklich um ihn zu trauen… kanntet ihr euch näher oder…“

„Wir kannten beide jemanden, der uns viel bedeutet… aber jetzt ist er tot und hat alle Geheimnisse mit ins Grab genommen…“, Logan drehte sich um und wollte gehen, aber Kurt blinzelte sich ihm hinterher und tauchte immer wieder vor dem Mutanten auf. Er hatte noch eine Frage, die ihn interessierte und diese betraf die Schule: „Ich habe von Storm gehört, dass du nie wirklich teil dieser Schule sein wolltest und auch schon abgehauen bist… wirst du das wieder tun?… ich meine, Storm will, dass jeder Erwachsene hier als Lehrer anfängt und das kann ich nun wirklich nicht und ich dachte… na ja, wenn sich noch jemand finden würde, der nicht Lehrer werden will, dann muss ich vielleicht auch nicht…“

„Jetzt hör mir mal zu, Kurt. – Ich werde hier ganz bestimmt nicht Lehrer. Ich warte nur auf eine Antwort meines Mädchens und wenn ich diese Antwort nicht bekomme, dann habe ich hier auch nichts mehr verloren.“, Logan ging an Kurt vorbei und dachte an Lucy. Er wollte sie nicht unter Druck setzen, aber lange konnte er das Ganze hin und her nicht mehr ertragen. Er würde gehen und sie Max anvertrauen, denn er würde sich gut um sie kümmern… auch wenn Logan sie immer lieben würde…

 

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John fand eine kleine Bar in einer von New Yorks dunklen Seitenstraßen. Hier schien sich wirklich alles herumzutreiben, dabei wollte er nur seine Ruhe haben und ein Bier trinken. Doch diese Männer hier nahmen ihn nicht für voll und wollten ihn zu seiner Mama schicken, was ihn wütend machte: „Du glaubst, ich wär ein Muttersöhnchen ja? – Das hättest du besser nicht sagen sollen…“

John ging auf den betrunkenen fetten Mann zu, der seine T-Shirt runterzog und dann aufstand, um dem kleinen Jungen Angst zu machen. Doch das konnte er nicht, denn John hatte vor nichts Angst und streckte nur seinen Arm aus… in seiner Hand entstand das Feuer von ganz alleine und auf einmal sprang es auch die Klamotten des Mannes über und setzte ihn in Brand…

„Ich bin kein Muttersöhnchen… ich bin mein eigener Herr…“, John lächelte finster und setzte sich auf den Hocker des Mannes und bestellte in aller Ruhe ein kühles Bier.

 

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Rogue hatte Lucy auf eine Idee gebracht und nun wollte sie zu ihrem Onkel. Sie musste wissen, ob er diese Entscheidung mit ihr tragen würde, doch dann blieb sie stehen… sie musste erst mit jemand anderem sprechen… erst mit Max und Logan…

 

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Rogue wollte zu Max gehen, aber Scott ließ sie nicht zu ihm. Er sagte ihr, dass ihr Freund noch Ruhe brauchte und dass sie jetzt nur Gift für ihn wäre. Er sagte es einfach so und achtete nicht einmal darauf, wie sehr er ihr damit wehtat: „Nach Jeans Tod bist du nur noch kaltherzig geworden. Ich hasse dich, Scott Summers!“

Rogue lief weg und ließ Scott alleine stehen, der sich nur umdrehte und zurück zu Bobby und Max ging. Er sah, dass es Bobby doch schon viel besser ging und auch seine Werte hatten sich alle stabilisiert: „Es scheint so, als würde dein Eis die Fähigkeiten von Rogue einfrieren und unschädlich machen. – Ich denke also, dass du die Krankenstation morgen wieder verlassen kannst. Aber bis dahin solltest du dir noch etwas Ruhe gönnen, also Max…“

Max verstand Scott sofort und verabschiedete sich von Bobby, damit dieser noch etwas schlafen konnte. Auch Max wollte sich noch etwas hinlegen, doch als er im zweiten Stock aus dem Fahrstuhl steigen wollte, stand sie da…

„Lucy… Wolltest du nach unten?“, Max sah den Blick seiner besten Freundin und ging auf sie zu. Er packte sie an ihren Oberarmen und sah in ihren Augen, dass irgendetwas sie fürchterlich nach unten riss. Er wollte jetzt für sie da sein, aber er wusste nicht genau wie… was ging ihr nur gerade durch den Kopf und warum sah sie so deprimiert und ängstlich aus?…

„Ist alles in Ordnung, Lucy? Du weißt, dass ich immer für dich da bin und du mir alles sagen kannst… Lucy, was ist los?“, Max schüttelte Lucy leicht und diese ließ ihren Kopf sinken: „Bist du wirklich immer da?… Wirst du immer alles verstehen auch wenn ich es dir einmal nicht sagen kann… nein, Max – das kannst du eben nicht. Du musst immer alles sofort wissen, selbst wenn ich es selber noch nicht weiß und das kann ich nicht… ich kann nicht mein ganzes Leben nach dir richten… aber ich will dich immer in meiner Nähe haben…“, Lucy schüttelte Max von sich ab und ging einen Schritt nach hinten. Mir Tränen in den Augen sah sie ihn jetzt noch einmal an und er wusste, dass sie sich für Logan entschieden hatte…

Schweren Herzens blickte er nach unten auf den Boden und sagte ihr Worte, die nach Abschied klangen und sein Herz zerrissen: „Dann geh zu ihm und wird glücklich…“

 

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Bobby wollte nicht mehr länger in diesem Krankenbett liegen und schlich sich stattdessen davon. Er musste sehen wie es Rogue ging, denn sie sollte sich keine Sorgen um ihn machen. Sie sollte erfahren, dass es ihm gut ging und das sie noch eine Lösung finden würden… denn er wollte sie wieder küssen und beim nächsten Mal ohne dass sie Angst haben mussten. Deshalb ging er zu Rogues Zimmer und klopfte an ihre Türe…

Niemand antwortete ihm und so verschaffte er sich selber Zutritt um sie später überraschen zu können. Aber dann sah er seiner Freundin direkt ins Gesicht… sie hatte geweint und schluckte nun heftig, als sie ihn sah. Sie wollte auf ihn zu rennen und ihn umarmen, aber dann hätte sie ihm wieder schaden können und so drehte sie sich wieder zu ihrem Rucksack um…

„Rogue? Was machst du da?“, Bobby ging zum Bett und sah, dass seine Freundin packte, was er nicht verstand. Wollte sie etwas weglaufen und das alles nur wegen ihrem Kuss?…

„Rogue, es war kein Fehler dich zu küssen. Ich liebe dich doch und ich will nicht, dass du jetzt gehst.“, Bobby nahm Rogues Hand und fühlte den Handschuh in seinen Fingern. Dann sah er zu Rogues Gesicht, welches sie ihm nun zugewandt hatte und hörte ihren Worten zu: „Ich habe mit Scott gesprochen… er wollte mich nicht zu dir lassen, weil ich dich umbringen könnte… und ich habe mit Lucy gesprochen… irgendwo da draußen gibt es jemanden wie mich und vielleicht kann er oder sie mir helfen…“

„Aber ich werde dich nicht gehen lassen, Rogue. Ich will, dass du bei mir bist…“, Bobby sah Rogue tief in die Augen und merkte, dass es ihr wirklich ernst war… also musste er mit ihr gehen…

 

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Logan war in seinem Zimmer und packte gerade ein paar Sachen. Er wollte seinem Mädchen die Entscheidung abnehmen und würde die Schule zusammen mit Kurt verlassen. Denn er würde es nicht ertragen, Lucy Tag ein und Tag aus über den Weg zu laufen, während sie mit Max Händchen hielt…

Logan packte also seine wenigen Sachen zusammen, als er Schritte hinter sich hörte und sich dann umdrehte… zu Lucy…

„Sagst du mir, was du da machst?“, Lucy ging auf Logan zu und sah zu ihm auf. Aber nicht mit Respekt und Ehrfurcht, sondern vielmehr mit Unverständnis und Angst. Jetzt, wo sie wusste, was sie wollte, wollte er nur noch eins – sie verlassen und das konnte sie nicht glauben. Doch er gab ihr keine Antwort und versuchte auch an nichts zu denken, aber sie durchschaute dies natürlich. Sie hielt seinen Arm fest und sagte ihm, dass er sie ansehen sollte. Sie wollte mit ihm reden und er sollte davor nicht weglaufen: „Wir zwei sind schon zu oft weggelaufen, um uns jetzt aus dem Weg zu gehen. Du kennst mich und ich kenne dich Logan und jetzt sieh mich an und rede mit mir.“

„Du weißt es doch… du weißt, dass ich dich liebe und es nicht ertragen könnte, dich in Max´ Armen zu sehen… aber genau dort gehörst du hin. Zu jemandem der dich wirklich kennt und dich mit seinem Leben beschützen würde ohne auch nur eine Frage zu stellen…“, Logan wollte wieder wegsehen, aber er konnte nicht. Lucys Augen hielten ihn auf ihre Weise gefangen und dann nahm sie auch noch seine Hand: „Wieso redest du so über Max? – Ja, er ist mein bester Freund und er wird immer ein wichtiger Teil meines Lebens sein… aber ich brauche jemanden, der so ist wie du ihn beschrieben hast… ich brauche dich Logan… du sagst du liebst mich, aber warum lässt du mich dann allein?… ich liebe doch dich… du bist der, der mich kennt und jeden Weg mit mir geht ohne Fragen zu stellen… du liebst mich einfach so wie ich bin und genau so liebe ich dich…“

Logan ließ alle seine Gedanken frei und schloss nur seine kleine Lucy… sein kleines Mädchen… seine Freundin in die Arme, um sie für immer festzuhalten.

 

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Kurt stand schon fertig am Eingang, als Rogue mit einem gepacktem Rucksack zu ihm kam: „Hey, ich habe gehört, ihr brecht auf? – Das triffst sich gut, wir brauchen nur mehr Platz. Das Motorrad wird da wohl nicht reichen.“

Kurt verstand kein Wort, aber das war Rogue in diesem Moment egal, sie wusste, dass sie das Richtige tun würde und sie war nicht allein auf diesem Weg, sondern mit all ihren Freunden.

 

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Bobby wollte Max dazu überreden auch mit ihnen zu gehen. Doch als er seinen Freund sah, hatte er auf einmal andere Sorgen: „Lucy?“

„Sie hat sich entschieden… nur eben nicht für mich.“, Max vergrub seinen Kopf in seinen Händen und wollte nichts sehen und nichts hören. Aber Bobby setzte sich neben ihn und legte seinen Arm um ihn: „Hey, du warst für mich da und jetzt bin ich für dich da. So wie es zwischen Freunden sein muss…“

 

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John hatte sein Bier ausgetrunken und ließ die leere Flasche am Tresen stehen. Er zahlte nicht, und keiner hielt ihn davon ab zu gehen und eines wusste er nun ganz genau – alle hatten Angst vor ihm und Lucy würde es nicht anders gehen, denn er war bereit für sie.

 

 

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